Trockene Augen

Trockene
Augen

Trockene Augen sind eines der häufigsten Augenprobleme überhaupt. Sie können von mild bis gravierend reichen. Unterschieden werden qualitative und quantitative Tränenfilmstörungen. Die Behandlung reicht von befeuchtenden Tropfen und warmen Umschlägen über Nahrungsmittelergänzung bis hin zu kortisonhaltigen Augentropfen und Antibiotikatabletten.

Tränenfilm

Das Auge wird vom Tränenfilm, der aus verschiedenen Schichten besteht, überzogen. Er schützt die Hornhautoberfläche vor der Luft und trägt wesentlich zur Sehkraft des Auges bei. Ist der Tränenfilm gestört, wird das Licht unregelmässig gebrochen, was ein verschwommenes Sehen verursacht.

Symptome

Folgende Beschwerden können auftreten: Brennen, Stechen, Jucken, Sandgefühl, müde Augen, verschwommenes Sehen, Lichtempfindlichkeit, Druckgefühl, Rötung oder Kopfschmerzen.

Qualitative Tränenfilmstörung

Die häufigste Ursache für trockene Augen ist eine unzureichende Qualität des Tränenfilms – meist fehlt die schützende Fettschicht. Ursache ist oft eine chronische Lidrandentzündung mit gestörter Fettabgabe am Lidrand. Weitere Faktoren: Kontaktlinsen, Operationen, hormonelle Veränderungen und viele mehr.

Quantitative Tränenfilmstörung

Hier ist die Tränenmenge vermindert, was seltener vorkommt. Eine der häufigsten Ursachen ist das Sjögren-Syndrom, eine chronisch entzündliche Erkrankung mit Beteiligung insbesondere der Tränen- und Speicheldrüsen.

Untersuchung

Eine fachkundige Untersuchung ist zentral, um die Ursache zu klären. Dabei werden Tränenfilm, Augenlider und Tränenmenge geprüft. Allenfalls können weiterführende Abklärungen, zum Beispiel eine Blutentnahme, nötig werden. Folgende Therapiemöglichkeiten sind geeignet, um trockene Augen zu behandeln.

Lidrandhygiene

Ein Grundpfeiler der Behandlung ist die regelmässige Lidrandhygiene. Dabei werden warme Umschläge (z. B. Waschlappen, Teebeutel, Wärmemasken) für 5–7 Minuten auf die geschlossenen Augen gelegt. Wichtig ist die konsequente Anwendung – zunächst zweimal täglich. In hartnäckigen Fällen ist anschliessendes Massieren der Lidränder sinnvoll.

Befeuchtung

Tränenersatzmittel ergänzen den ungenügenden Tränenfilm. Es gibt Tropfen, Gels und Salben mit unterschiedlichen Inhaltsstoffen. Wir beraten Sie gerne individuell in der Sprechstunde.

Nahrungsmittelergänzung

Leinöl oder Omega-3-Fettsäuren können unterstützend wirken und die Qualität des Tränenfilms verbessern.

Entzündungshemmende Tropfen

Trockenheit führt oft zu Entzündung der Augenoberfläche – diese verstärkt wiederum die Trockenheit. Eine Kur mit kortisonhaltigen Augentropfen kann helfen, den Entzündungskreislauf zu durchbrechen. In Einzelfällen ist eine Dauertherapie mit immunsuppressiven Tropfen nötig.

Systemische Behandlung

Eine Therapie mit Antibiotika kann bei Entzündungen der Lidränder und somit auch bei trockenen Augen helfen. Gerne prüfen wir, ob diese bei Ihnen in Frage kommt.

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