Amblyopie, Schwachsichtigkeit

Amblyopie
(Schwachsichtigkeit)

Amblyopie, umgangssprachlich auch als «Schwachsichtigkeit» bezeichnet, ist die häufigste Ursache für eine einseitige Sehschwäche im Kindesalter. Sie entsteht, wenn sich das Sehen auf einem Auge während der frühen Entwicklung nicht richtig ausbildet. Häufige Auslöser sind ein Schielen, ein ausgeprägter Unterschied in der Sehschärfe beider Augen (Anisometropie) oder eine Beeinträchtigung des Sehens durch ein hängendes Augenlid oder eine angeborene Trübung der optischen Medien.

Behandlung

Die Okklusionstherapie ist die wichtigste Behandlungsmethode bei einer Amblyopie. Dabei wird das bessere Auge mit einem Pflaster abgedeckt, um das schwächere Auge aktiv zu fördern. Die Therapie dauert meist Monate bis Jahre. Das Ziel ist, eine seitengleiche Sehschärfe zu erreichen.

Wichtige Hinweise
Die Therapie wirkt nur im Kindesalter.
Ohne Behandlung bleibt die Sehschwäche lebenslang bestehen.
Ein allfälliges Schielen wird damit nicht verbessert.

Behandlung

Amblyopie, Schwachsichtigkeit

Therapie

  • Eine allfällige Brille sollte auch während der Therapie getragen werden.
  • Während der Therapie sollte das Auge aktiv genutzt werden (z.B. Malen, Basteln, Bücher anschauen, Spielen).
  • Vorsicht zu Beginn im Strassenverkehr und bei körperlichen Aktivitäten, durch das Abdecken entstehen Einschränkungen im Gesichtsfeld und 3D-Sehen
  • Dauer und Häufigkeit des Abdeckens werden individuell festgelegt.
  • Die Abdeckzeit darf auch aufgeteilt werden und muss nicht am Stück sein
  • Zur Überprüfung des Therapieverlaufs erfolgen regelmässige orthoptische und augenärztliche Kontrollen.
  • Bei Erfolg wird die Therapiezeit langsam reduziert, um Rückfälle zu vermeiden.

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