
Schlupflid,
Oberlidstraffung
Ein Überschuss an Haut an den Oberlidern – ein sogenanntes Schlupflid (Dermatochalasis) – kann zur Belastung werden. Schwere Lider, müde Augen sowie eine Einschränkung des Blickfeldes sind typische Beschwerden. Häufig spielt auch der ästhetische Aspekt eine Rolle. Der Eingriff erfolgt ambulant und in Lokalanästhesie. Bereits nach etwa zwei Wochen sind kaum noch sichtbare Spuren vorhanden.
Symptome
Betroffene berichten häufig über ein Druck- oder Schweregefühl der Lider sowie über müde Augen. Das Blickfeld kann insbesondere nach oben und seitlich eingeschränkt sein. Um besser sehen zu können, werden oft unbewusst die Augenbrauen angehoben, was zu Verspannungen oder Kopfschmerzen im Stirnbereich führen kann. Auch ästhetische Aspekte spielen eine Rolle.
Oberlidstraffung

Untersuchungen
In einem unverbindlichen Erstgespräch werden die Beschwerden erfasst. Zusätzlich werden der Hautüberschuss, die Funktion der Lider, die Augen selbst sowie das Gesichtsfeld untersucht. Wichtig ist zu unterscheiden, ob lediglich ein Schlupflid vorliegt oder zusätzlich ein Herabhängen des Lids (sogenannte Ptosis) beziehungsweise eine abgesunkene Braue (Brauenptosis) besteht. Bei entsprechender Indikation kann anschliessend ein Kostengutsprachegesuch bei der Krankenkasse eingereicht werden. Liegt eine für die Teilnahme am Strassenverkehr relevante Einschränkung des Gesichtsfeldes vor, werden die Kosten in der Regel übernommen.
Operation
Die Oberlidstraffung, auch Blepharoplastik genannt, ist ein bewährter und häufig durchgeführter Eingriff. Die Operation dauert etwa 40 Minuten und erfolgt ambulant. Nach sorgfältiger Desinfektion wird der zu entfernende Hautüberschuss präzise angezeichnet. Anschliessend wird das Lid mittels Lokalanästhesie schmerzfrei gemacht. Auf Wunsch kann zusätzlich eine leichte Sedierung erfolgen. Danach wird die überschüssige Haut schonend entfernt. Falls notwendig, kann auch vor gewölbtes Fettgewebe reduziert werden. Abschliessend wird die Wunde mit feinen Nähten verschlossen.
Nach der Operation
In den ersten Tagen nach dem Eingriff treten typischerweise Schwellungen und Blutergüsse im Lidbereich auf. Es wird empfohlen, die Lider regelmässig zu kühlen und körperliche Anstrengung vorübergehend zu vermeiden. Die Fäden werden nach etwa einer Woche entfernt. Bereits nach rund zwei Wochen sind die meisten Patientinnen und Patienten wieder gesellschaftsfähig.
Sicherheit der Operation
Wie bei jedem chirurgischen Eingriff bestehen auch bei der Oberlidstraffung gewisse Risiken. Dazu zählen unter anderem Infektionen, Nachblutungen sowie Wund- oder Narbenheilungsstörungen. Schwerwiegende Komplikationen sind jedoch selten. Ziel der Behandlung ist es, die Beschwer den zu lindern und den Blick wieder offener und frischer erscheinen zu lassen.